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Im November 1965 richteten die polnischen Bischöfe einen Brief an die deutschen Bischöfe, der als bedeutendes Dokument der europäischen Nachkriegsgeschichte gilt. Die darin enthaltenen Worte beeindrucken bis heute durch ihre mutige und wegweisende Botschaft:
„Wir gewähren Vergebung und bitten um sie.”
Dieser Schritt – sowohl in moralischer als auch in politischer Hinsicht – war ein Wendepunkt. Noch nie zuvor war das polnisch-deutsche Gespräch über die Vergangenheit so klar formuliert worden, im Geist gegenseitiger Anerkennung, Verantwortung und Hoffnung. Deshalb wird der Brief der polnischen Bischöfe an die deutschen Bischöfe oft als „Gründungsakt des Europas der Versöhnung” bezeichnet.
Was verlieh diesem Appell eine so große Kraft? Welche Bedeutung schrieben ihm die Zeitzeugen zu? Und welche Folgen hatte er für die Entwicklung des polnisch-deutschen Dialogs?
Im Archiv-Hörspiel sprechen darüber sowohl die damaligen Teilnehmer als auch Forscher der polnisch-deutschen Beziehungen:
Bayern2, Katholische Welt vom 26.12.05
40 Jahre nach dem Briefwechsel der polnischen und deutschen Bischöfe
von Thomas Kycia und Robert Żurek
