
Ende Oktober wurde Kreisau erneut zu einem Ort des intensiven Dialogs, der Begegnung und des Überwindens von Grenzen. Vom 26. bis 31. Oktober trafen sich 35 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Berufsschule aus Wissen (Deutschland) sowie des Schulzentrums „Jan Kiliński“ aus Krapkowice, um gemeinsam eine Zeit der Integration, Reflexion und kulturellen Öffnung zu erleben.
Das Programm der Jugendbegegnung wurde so gestaltet, dass die jungen Menschen nicht nur einander besser kennenlernen konnten, sondern auch entdeckten, welche wichtige Rolle Geschichte für die Gestaltung der heutigen Beziehungen zwischen den Nationen spielt. Während gemeinsamer Workshops näherten sich die Teilnehmenden der Kultur und Heimat des jeweils anderen an, suchten nach Gemeinsamkeiten und lernten, Unterschiede als Bereicherung zu sehen.
Ein zentraler Moment des Treffens war der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz. Dieses schwierige, aber äußerst wichtige Erlebnis ermöglichte es den Jugendlichen, sich mit der Vergangenheit des Zweiten Weltkriegs auseinanderzusetzen und über Verantwortung, Erinnerung und Versöhnung nachzudenken. Die Tage in Kreisau boten zudem Raum, die Geschichte aus der eigenen Perspektive zu betrachten – mit all den Emotionen, Gedanken und Fragen, die solch ein Ort hervorruft.
Auch die Gegenwart kam nicht zu kurz: Die Gruppe verbrachte einen aktiven Tag in Breslau, wo die Jugendlichen in gemischten deutsch-polnischen Teams bedeutende und inspirierende Orte der Stadt erkundeten und dabei lernten, über kulturelle Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten.
Die gemeinsam verbrachte Zeit brachte viele wertvolle Impulse für die historische Bildung und den interkulturellen Dialog. Die Teilnehmenden kehrten mit neuen Freundschaften, einem tieferen Bewusstsein für die gemeinsame Geschichte und der Überzeugung nach Hause zurück, dass wir trotz aller Unterschiede eine Zukunft aufbauen können, die auf gegenseitigem Respekt und Verständnis basiert.



