Aktuelles

 

Zum Osterfest wünschen wir Euch Freude, Hoffnung und Frieden. Möge diese besondere Zeit Anlass sein zur Reflexion, zum Zusammensein mit den Liebsten sowie zur Stärkung durch die Werte, die uns verbinden.

Frohe Ostern!

Der Vorstand und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung

 

 

Die Werte der Stiftung – Dialog, Solidarität, Europa – sind etwas, das sich nicht von selbst verteidigt. Es ist etwas, wofür wir jeden Tag eintreten müssen.

— Radosław Sikorski, Außenminister der Republik Polen

Am 30.03. durften wir außergewöhnliche Gäste bei uns begrüßen. Am 35. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit empfingen wir die Außenminister Polens und Deutschlands – den stellvertretenden Ministerpräsidenten Radosław Sikorski sowie Minister Johann Wadephul.

Für uns als Gastgeber hatte dieses Treffen eine besondere Bedeutung. Kreisau wurde erneut zu einem Ort, an dem große Politik auf die lebendige Idee der Versöhnung trifft.

Die Minister erinnerten an die Grundlagen unseres Ortes – vom Erbe des „Kreisauer Kreises“ über die historische Versöhnungsmesse von 1989 bis hin zur heutigen Rolle der Stiftung.

„Die Unterstützung von Institutionen wie der Stiftung Kreisau ist die beste Investition in die Zukunft unserer Beziehungen“, betonte Minister Radosław Sikorski und erklärte die weitere politische Unterstützung für unsere Projekte.

Am vierten Jahrestag der umfassenden Aggression der Russischen Föderation gegen die Ukraine bringt der Vorstand der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung seine Solidarität mit dem ukrainischen Volk sowie mit allen zum Ausdruck, die die Folgen dieses Krieges tragen. Zugleich ruft er dazu auf, sich nicht von antieu­krainischer Propaganda beeinflussen zu lassen und die Unterstützung für die Ukraine unvermindert fortzusetzen.

Die Ukraine schützt mit ihrer Verteidigung gegen die Aggression auch andere Völker Europas, die gesamte politisch-kulturelle Gemeinschaft des Westens und deren Werte. Sie verteidigt grundlegende Prinzipien der internationalen Ordnung, darunter die Unverletzlichkeit der Grenzen und das Recht der Völker auf Selbstbestimmung.

Daher sprechen wir den Streitkräften der Ukraine sowie allen ukrainischen Bürgerinnen und Bürgern, die sich auf unterschiedlichen Ebenen an der Verteidigung beteiligen – an der militärischen, informativen, kulturellen, bildungsbezogenen, medizinischen oder lebensmittelbezogenen Front – unsere tiefe Dankbarkeit aus.

Der deutsch-polnische Gesprächskreis der Kopernikus-Gruppe traf sich am 3. Dezember 2025  zu einer digitalen Sitzung. Das vorliegende Arbeitspapier „‚Es lohnt sich, anständig zu sein.‘ Die  ‚humanitäre Geste‘ jetzt!“ fasst die gemeinsamen Überlegungen des Kreises zusammen. Prof. Dr. Peter Oliver Loew; Dr. hab. Robert Żurek; Darmstadt, Krzyżowa 16.12.2025 

Arbeitspapier XXXVI der Kopernikus-Gruppe 

„Es lohnt sich, anständig zu sein.“ 

Die „humanitäre Geste“ jetzt!  

Die deutsch-polnischen Regierungskonsultationen fanden am 1. Dezember 2025 zum 17. Mal  statt. Die Tatsache, dass sie stattfanden, ist generell erfreulich. Die gemeinsamen  Bekenntnisse zu einer „tiefgreifenden und vertrauensvollen Partnerschaft“, gerade im  Bereich der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, sind zu begrüßen. 

Leider gab es hinsichtlich der seit mehreren Jahren diskutierten „humanitären Geste“ für die  letzten, maximal 50.000 noch lebenden Kriegsopfer in Polen immer noch keine Lösung. Die  gemeinsame Erklärung beider Regierungen hält lediglich fest, dass die Bundesregierung  „Möglichkeiten prüfen“ werde, weitere Unterstützungen zu leisten. In der Pressekonferenz  der beiden Regierungschefs wurde Donald Tusk deutlich und versuchte, sein deutsches  Gegenüber zu einer Lösung zu drängen: „Falls wir in dieser Frage keine eindeutige und  schnelle Entscheidung bekommen, werde ich im kommenden Jahr in Erwägung ziehen dafür  selbst aus eigenen Mitteln aufzukommen“. 

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