
Vom 27. Juli bis 3. August 2025 war die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung Mitorganisatorin des einzigartigen Projekts „Die Kunst der Beziehung“, das junge Menschen aus Polen, der Ukraine und Deutschland zusammenbrachte. Gemeinsam mit dem Klub der Katholischen Intelligenz, Cognitania, dem ukrainischen Partner Alliance of Development und dem ukrainisch-deutschen Verein Dach e.V. schufen wir einen Raum, in dem Menschen lernen, kreativ sein und sich gegenseitig kennenlernen konnten.
Bei „Die Kunst der Beziehung“ geht es nicht nur um Erfahrungsaustausch, sondern in erster Linie darum, eine Generation junger Menschen heranzubilden, die bereit ist, offenere, friedlichere und kulturell vielfältigere Gesellschaften zu gestalten. Die gemeinsamen Aktivitäten basierten auf Verständnis, Empathie und Kreativität und schöpften dabei aus Werten wie Versöhnung, Solidarität, Vergebung und Verantwortung für die Gemeinschaft.
Kreisau – Geschichte, Dialog und Kunst
Die Jugendlichen verbrachten ihre ersten Tage in Kreisau – einem Ort mit einer bemerkenswerten Geschichte, der seit vielen Jahren den Brückenbau zwischen Nationen inspiriert. Sie erkundeten diese Geschichte auf investigative, kreative und kommunikative Weise und erfuhren bei geführten Rundgängen (Methode „walk&talk“) etwas über die Geschichte der Familie von Moltke und die Aktivitäten der antifaschistischen Bewegung des „Kreisauer Kreises“. Ein besonderes Highlight war die Verkostung saftiger Kirschen aus Freya von Moltkes Garten.
Hier lernten sie die Prinzipien der gewaltfreien Kommunikation kennen und übten sich darin, zuzuhören, die Perspektive des anderen zu verstehen und Lösungen zu finden, die verbinden statt trennen. Ein kreatives Element kam ebenfalls nicht zu kurz: Die Jugendlichen nahmen an künstlerischen Workshops teil und erkundeten die Form der Performancekunst. In kleinen Gruppen erarbeiteten sie ihre eigenen Auftritte, in denen sie Kunst mit einer Botschaft des Respekts und der Gemeinschaft verbanden.
Abends versammelten sie sich ums Lagerfeuer, sangen zur Gitarre und führten lange Gespräche unter dem Sternenhimmel. Höhepunkt des Abendprogramms war ein trikultureller Tanzabend, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Traditionen ihrer Länder vorstellten, Wissenswertes austauschten und gemeinsam tanzten.

Sokołowsko – Berge, Integration und gemeinsame Momente
Der zweite Teil des Austauschs fand im pittoresken Sokołowsko im Herzen der Berge statt. Dies war eine Zeit voller Integration, Gespräche und des Hegens und Pflegens zwischenmenschlicher Bindungen, in der die jungen Menschen ihre letzten drei Tage und Abende gemeinsam verbrachten.
Obwohl es in der Nacht zuvor geregnet hatte und der Bergweg dadurch eine Herausforderung darstellte, bewiesen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer große Unterstützung und Solidarität. Die Berge wurden für sie zu einem verbindenden Ort, an dem sie die malerische Landschaft bewunderten und gemeinsam anspruchsvolle Bergpfade bewältigten.
Die Abende verbrachten sie bei Gesprächen und Spielen. Am letzten Abend des Austauschs schrieb jeder Teilnehmer geheimnisvolle Briefe voller Wünsche, Danksagungen und Entschuldigungen, die die gemeinsam verbrachte Zeit wunderbar zusammenfassten und den Weg für eine fortgesetzte Freundschaft ebneten.

Das Ergebnis? Eine neue Gemeinschaft
„Das Projekt hat uns nicht nur verbunden – es hat eine ganze Gemeinschaft geschaffen“, meinte ein Teilnehmerin.
Die Woche in Kreisau und Sokołowsko ermöglichte es den jungen Menschen, ihre Kommunikationsfähigkeiten zu entwickeln, die Arbeit in einem internationalen Team zu erlernen und sich in zwischenmenschlichen Beziehungen sicherer zu fühlen.
Das Projekt „Die Kunst der Beziehung“ wurde von erfahrenen Trainerinnen – Sarah Schumayer, Hanna Żylicz und Małgorzata Cichocka-Stelmaska – geleitet, die einen Raum für offenen Austausch und kreative Entwicklung schufen.
Unser größter Dank gilt der Organisation Renovabis, deren finanzielle Unterstützung die Umsetzung dieses internationalen Projekts ermöglichte und junge Menschen in einem Geist des Dialogs und des Respekts zusammenbrachte.









































































































































































































































