
Vom 19. bis 21. September fand in Kreisau ein Fortbildungsseminar für Pädagoginnen und Pädagogen statt.
Thema war die Geschichte der Verschleppung polnischer Kinder durch die deutschen Besatzungsbehörden während des Zweiten Weltkriegs, das Schicksal der geraubten Kinder nach Kriegsende sowie das bis heute andauernde Verbrechen der Entführung ukrainischer Kinder durch die russischen Behörden.
Im Rahmen des Seminars wurden folgende Themen behandelt:
- die Geschichte der Kinder aus Mittel- und Osteuropa, die während des Zweiten Weltkriegs von den nationalsozialistischen Behörden ihren Familien entrissen wurden
- die Grundlagen der nationalsozialistischen Rassenpolitik und die Rolle der Organisation Lebensborn
- die Bemühungen der polnischen Behörden nach 1945, geraubte Kinder wiederzufinden und nach Polen zurückzubringen
- die derzeitige Verschleppung ukrainischer Kinder mit dem Ziel der Russifizierung
- Erfahrungen von Trauma und Entwurzelung
Am Seminar nahmen 27 Lehrkräfte aus Polen teil.
Veranstaltet wurde das Seminar von der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung in Zusammenarbeit mit dem Museum der Polnischen Kinder – Opfer des Totalitarismus und dem Kreiszentrum für Bildungsentwicklung in Lwówek Śląski.
Das Seminar fand im Rahmen des Projekts „Geraubt. Germanisiert. Geschichten von Kindern, die während des Zweiten Weltkriegs von den deutschen Besatzungsbehörden ihren Familien entrissen wurden“ statt, das aus Mitteln des Museums der Polnischen Geschichte in Warschau im Programm „Patriotismus von Morgen“ gefördert wurde.






