Umgesetzte Projekte

Den Schwerpunkt der dritten Auflage des am 16. Juni begonnenen Seminars „Erinnerung, Verständnis, Zukunft”, das in den vergangenen Jahren unter dem Titel „Versöhnung und Erinnerung” durchgeführt wurde, bildete die Darstellung verschiedener Aspekte der deutsch-polnischen Beziehungen im Lichte von Errungenschaften und Herausforderungen des Prozesses der Aussöhnung zwischen den beiden Völkern. Ziel der Diskussionen und Workshops war es, Jugendliche dazu anzuregen, Spaltungen zu überwinden, um so eine gemeinsame, europäische Zukunft aufzubauen.

Das Seminarprojekt für Studenten und junge Absolventen aus dem Westbalkan, aus Polen und Deutschland wurde vom Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen, der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Warschau sowie von der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung in Zusammenarbeit mit der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Breslau veranstaltet. In diesem Jahr konnten wir in Breslau und Kreisau eine Gruppe von 24 jungen Menschen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, dem Kosovo, Nordmazedonien und Serbien begrüßen. Am Seminar nahmen auch acht Personen aus Polen und Deutschland teil.

Dr. Robert Żurek, der Geschäftsführende Vorstand der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung, wird am 15.06. 2019 einen Vortrag zum Thema „Ethos der Solidarität in der polarisierten Leistungsgesellschaft. Polen vierzig Jahre nach der Solidarnosc-Revolution“ halten.  Die Veranstaltung „Das Erbe der Dissidenten Osteuropas“, welche vom 14. bis zum 15.06.2019 in Magdeburg stattfindet, wird den Rahmen für diese Präsentation bilden.

Hauptanliegen dieses Seminars ist es, den als friedlichen Übergang zur Demokratie verzeichneten Ereignissen im Jahr 1989 nicht nur zu gedenken, sondern danach zu fragen, worin das geistige und politische Erbe der beteiligten Dissidenten besteht und ob es für gegenwärtige Probleme eine fruchtbare und wegweisende Wirkung entfalten könnte.

Im Rahmen des Projekts „Erinnerungsdenkmäler 1918-2018”, das von der Stiftung Kreisau an Schulen in Polen, Tschechien, der Slowakei und Rumänien koordiniert wird, werden Veranstaltungen zu ausgewählten Aspekten der Geschichtspolitik sowie zu der Art und Weise, wie Gesellschaften der Geschichte ihrer Nation gedenken, durchgeführt.


Bei den Workshops machen sich Schüler mit den Ideen, die dem Vorhaben „Erinnerungsdenkmäler 1918-2018” zugrunde lagen, sowie mit Methoden zur Erstellung von Beschriftungen für Denkmäler vertraut. Anschließend untersuchen sie selbständig – angeleitet von einem Geschichtslehrer – nicht nur die Entstehungsumstände der von sich ausgesuchten Objekte, sondern vor allem, wie diese im Bewusstsein der lokalen Gesellschaft funktionieren.


Schulen, die daran interessiert sind, sich dem Projekt anzuschließen, oder sich mit den Instrumenten, die bei der Projektumsetzung zum Einsatz kommen, vertraut zu machen, können Kontakt mit dem Projektkoordinator, Dr. Tomasz Skonieczny, aufnehmen (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

In der Zeit vom 1. bis zum 3. Juni fand in Kreisau ein internationales Seminar unter dem Titel „30 Jahre nach der Versöhnungsmesse. Die deutsch-polnischen Beziehungen auf kommunaler Ebene. Errungenschaften und Perspektiven” statt, an dem Vertreter der Selbstverwaltungsbehörden aus Polen und Deutschland teilgenommen haben.

Ziel der Veranstaltung war es, Erfahrungen auszutauschen, die Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen und Gemeinden aus beiden Ländern zu vertiefen sowie gemeinsam über die Perspektiven für die weitere Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen auf kommunaler Ebene zu diskutieren.

Das Seminar wurde vom Landkreis Wołów und Landkreis Harburg veranstaltet. Inhaltlicher Partner der Veranstaltung war wiederum die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung.

Europäische Akademie

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