Zum 1. Juli 2026 hat der Aufsichtsrat einen neuen Vorstand für die Stiftung Kreisau berufen.
Ergebnis einer öffentlichen Ausschreibung
Aus einer Vielzahl von Bewerbungen haben sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren zwei langjährige Führungspersönlichkeiten der Stiftung durchgesetzt: Aleksandra Królak-Wąsowicz und Anna Kudarewska. Beide wurden zum 1. Juli 2026 in den Vorstand berufen.
Die neuen Vorständinnen sind der Stiftung seit vielen Jahren eng verbunden und haben die Arbeit in Kreisau bereits als Abteilungsleiterinnen maßgeblich mitgestaltet.

Aleksandra Królak-Wąsowicz ist seit 20 Jahren Mitarbeiterin der Stiftung und hat sich vor allem durch den Aufbau des Büros für Innovation und Entwicklung sowie die Gründung des stiftungseigenen Kindergartens “Zielona Kraina” verdient gemacht. Durch ihr Engagement ist es gelungen, die Stiftung Kreisau zur führenden Bildungseinrichtung zur Unterstützung von Schulen in der Region Świdnica, Dzierżoniów und Kłodzko zu entwickeln. Dank erfolgreicher Anträge über die EU-Strukturförderung konnte die Stiftung einen bedeutenden Beitrag dazu leisten, dass Schülerinnen und Schüler in strukturschwachen Regionen die Chancen haben, eine gleichwertige Ausbildung wie in den Metropolregionen zu bekommen.
Anna Kudarewska ist seit 10 Jahren mit der Stiftung verbunden und leitet die Internationale Jugendbegegnungsstätte Kreisau, die sich unter ihrer Leitung zu einem Leuchtturm der non-formalen Bildung in Polen entwickelt hat. Sie hat das Programmangebot der Internationalen Jugendbegegnungsstätte maßgeblich weiterentwickelt und es um langjährige internationale Projekte, strategische Partnerschaften sowie neue Formate der nicht-formalen Bildung erweitert. Anna Kudarewska ist Co-Autorin der neuen Ausstellung im Berghaus und der Freiluftausstellung zum Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände der Begegnungsstätte. Sie prägt mit ihrer Expertise die Vermittlung des historischen Erbes Kreisau an internationale Jugendgruppen.
Durch ihre fundierte Erfahrung, Freude an Veränderungen und zugleich tiefe Verwurzelung in der Stiftungsarbeit stehen Aleksandra Królak-Wąsowicz und Anna Kudarewska sowohl für fachliche Expertise als auch für die Weiterentwicklung des Kreisauer Angebots. Sie werden dazu beitragen, das Angebot von Kreisau für die Teilnehmenden an Bildungsprojekten, institutionelle Partner sowie für Touristen und Gäste dieses einzigartigen Ortes weiter auszubauen.
Dank an die scheidenden Vorstandsmitglieder
Mit dem personellen Wechsel verabschiedet die Stiftung zwei Vorstandsmitglieder, die Kreisau in Jahren großer Krisen erfolgreich geführt haben:
Dorota Krajdocha hat ihr Amt zum 1. Juli 2026 niedergelegt. Acht Jahre lang hat sie als Vorstandsmitglied der Stiftung insbesondere die finanzielle Entwicklung und Modernisierung der Infrastruktur verantwortet. In dieser Zeit ist es gelungen, die finanzielle Sicherheit der Stiftung Kreisau zu erhöhen, die Einnahmenstruktur weiter zu diversifizieren und eine Reihe bedeutender Infrastrukturinvestitionen zu realisieren. Sie bleibt der Stiftung mit ihrer Erfahrung und Kompetenz weiter als Hauptbuchhalterin erhalten.
Dr. habil. Robert Żurek wird dem Vorstand noch bis zum 30. September 2026 angehören, um eine reibungslose Übergabe der Amtsgeschäfte und die Kontinuität der Leitung zu gewährleisten. Danach wird er seine Tätigkeit im Vorstand beenden. Mehr als acht Jahre lang war er Teil des Stiftungsvorstands und legte dabei besonderen Wert auf die Pflege und Vermittlung des historischen Erbes von Kreisau. Konsequent betonte er die Rolle von Bildung, Dialog und zivilgesellschaftlicher Verantwortung für die Stärkung der Resilienz demokratischer Gesellschaften. Unter seiner Leitung hat sich auch die internationale Zusammenarbeit – insbesondere mit Partnerorganisationen in Deutschland – deutlich weiterentwickelt und ist enger, intensiver und erfolgreicher geworden.

Durch seine Erfahrung im Management von NGOs hat er zusammen mit Dorota Krajdocha eine neue Führungskultur in Kreisau etabliert und das Team dadurch stabilisiert, professionalisiert und internationalisiert. Zusammen mit dem Team haben sie die Stiftung erfolgreich durch große Krisen geführt, so die Corona Pandemie und die humanitäre Krise, ausgelöst durch den Überfall Russlands auf die Ukraine. Durch die Aufnahme von ukrainischen Geflüchteten haben sie die Identität der Stiftung Kreisau und ihres Netzwerks auf Jahre geprägt.
Blick nach vorn
Die Stiftung Kreisau geht mit einem erfahrenen und kompetenten neuen Leitungsteam in die
nächste Phase ihrer Geschichte. Aleksandra Królak-Wąsowicz und Anna Kudarewska werden gemeinsam mit den Mitarbeitenden, Partnern und Freunden der Stiftung die Mission weiter fortsetzen: die Förderung des europäischen Dialogs, der gegenseitigen Verständigung sowie der historischen und politischen Bildung.
Der neue Vorstand vereint langjährige Erfahrung, tiefe Organisationskenntnis und die Bereitschaft, neue Herausforderungen anzunehmen. Damit schafft er ein solides Fundament für die Weiterentwicklung von Kreisau als Ort der Begegnung, der Reflexion und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

