Erfolgreicher Abschluss des deutsch-polnischen Projekts „Tradition und Moderne verbinden: Innovative Umwelt- und Ernährungsbildung im Europäischen Kontext“ am 26. Oktober in Kreisau

In einem grenzüberschreitenden Projekt haben Slow Food Deutschland und die Stiftung Kreisau/Krzyżowa für Europäische Verständigung erstmals gemeinsam in deutsch-polnischer Kooperation ein interkulturelles Bildungsprojekt zur nachhaltigen Ernährung für Kinder und Jugendliche, Lehrkräfte und Multiplikator*innen realisiert. Besonderer Fokus lag dabei auf der Verknüpfung von praktischen Aktivitäten in Garten und Küche mit innovativen Methoden auch zum interkulturellen Austausch.

Fachlich und finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück.
Slow Food Deutschland und die Stiftung Kreisau/Krzyżowa für Europäische Verständigung haben in deutsch-polnischer Kooperation dieses Bildungsprojekt zur nachhaltigen Ernährung für Kinder und Jugendliche, Lehrkräfte und Multiplikatoren mit Fokus auf interkulturelle Verständigung abgeschlossen, um von- und miteinander zu lernen. Standort des Vorhabens war die polnische Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung, die ca. 50 km von Breslau entfernt liegt. 
Das Dorf Kreisau steht beispielhaft für die polnisch-deutsche Versöhnung. Es stellt einerseits einen Ort des Widerstands gegen den Nationalsozialismus dar und dient andererseits heute als zukunftsorientierte internationale Jugendbegegnungsstätte in Polen. Es handelte sich daher um einen idealen Ort für ein Projekt, das Kinder und Jugendliche aus Polen, Deutschland und ganz Europa sowie Lehrkräfte und Multiplikator*innen dazu einlädt, eine pro-ökologische Zukunft zu gestalten.   

Für die Arbeit vor Ort entwickelten Slow Food Deutschland und die Stiftung Kreisau Lehrmaterialien, die Jugendliche zu einer kritischen Auseinandersetzung mit unserem Ernährungssystem und Konsumverhalten befähigen. Im Zentrum des Austauschs standen ökologische Methoden, die Tradition und Moderne verbinden. So beispielsweise die Stärkung traditioneller Techniken und Methoden zur Fermentierung, des Einkochens oder auch Dörrtechniken, die v. a. noch von der älteren Generation beherrscht werden, jedoch oft auch in Polen durch die „moderne“ Lebensweise, v. a. bei der jungen Generation drohen, in Vergessenheit zu geraten. Diese Kenntnisse sollen nicht verloren gehen und auch den jetzigen und zukünftigen Generationen in Polen, aber auch in Deutschland im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit Lebensmitteln weiter zur Verfügung stehen. So wurden althergebrachte Ansätze ressourcenschonenden Wirtschaftens aus einer nach wie vor bestehenden Nutzgartenstruktur in Polen innovativ angepasst und modernisiert, sodass sie frische Impulse für ein nachhaltiges Lebensmittelsystem eröffnen. 
Um das Bildungsprogramm bestehend aus zehn erarbeiteten Modulen in die Praxis zu überführen, wurde auf dem Gelände der Stiftung Kreisau nahe dem Flüsschen Peile zudem ein ökologischer Lehrgarten gemeinsam mit Schüler*innen angelegt. Ergänzt um ein neu eingerichtetes Küchenlabor waren damit hervorragende Voraussetzungen gegeben, um die Bildungsarbeit im Beet und am Backofen mit theoretischem Input im Klassenzimmer zu verbinden. 
Insgesamt ca. 1000 Schüler*innen nahmen in den zwei Jahren trotz vielfacher Herausforderungen durch die Covid-Pandemie am Projekt teil. Als bleibendes Ergebnis der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Kreisau und Slow Food Deutschland ist außerdem ein saisonaler Kalender entstanden, der das Bildungsangebot ergänzt und Kinder zum selbstständigen Forschen im Gartenjahr anregt.
Als Vertreterin des deutschen Förderermittelgebers DBU zeigte sich auch
Verena Exner zufrieden: „Das Vorhaben zeichnet sich zum einen durch die innovative Kooperation von Slow Food Deutschland und die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung aus.“  Bemerkenswert sei zum anderen, „dass an diesem Ort der Völkerverständigung die jungen Leute in einem Lehrgarten Umwelt- und Ernährungsbildung hautnah erleben können – noch dazu trotz widriger Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie“. Traditionelle, gleichwohl zukunftsfähige, Verarbeitungstechniken wie beispielsweise Fermentierung, Einkochen und Dörren, dürfen nach Exners Worten ebenso wenig verloren gehen, wie die regionale Landwirtschaft. Die DBU-Referatsleiterin weiter: „Daher ist es zu begrüßen, dass sich das Projekt auch um die Stärkung regionaler und saisonaler Wertschöpfungsketten gekümmert hat.“  Positiv sei zudem, dass das Projekt formal zwar abgeschlossen sei, aber weitergeführt werde. So sollen Bildungsangebote fortentwickelt und langfristig angeboten werden, kündigte Exner an.


Der Abschluss des Projekts fand am 26. Oktober 2022 in Kreisau statt. Zu diesem Anlass besuchte DBU-Referatsleiterin Verena Exner die Stiftung Kreisau. Auf dem Programm standen auch die Besichtigung des Gartens, Samengewinnung aus dem angebauten Gemüse und das Pressen frischer Säfte.

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