Aktuelles

RESTAURANT „U HRABIEGO” – FREITAG, SAMSTAG UND SONNTAG
VON 12:00 – 19:00 UHR GEÖFFNET

HOTEL „SPEICHER” – SEIT 25. MAI GEÖFFNET

DIE DAUERAUSSTELLUNGEN DER STIFTUNG KREISAU – TÄGLICH FÜR EINZELGÄSTE GEÖFFNET, 8:00 -20:00 UHR

 



Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

es ist uns wahrhaft eine Freude, Sie – nach einer so langen Zeit – wieder nach Kreisau einladen zu können. Noch können wir unsere Tätigkeit nicht in allen Bereichen wieder aufnehmen, aber langsam und unter Einhaltung aller Einschränkunen und Sicherheitsregeln, beginnen wir wieder für Sie da zu sein.

In dieser Woche wollen wir Euch einen Text von Urszula Pękala vorschlagen, welcher sich zu zwei fundamentalen Fragen äußert: was bedeutet "Versöhnung" im Bezug auf die Abrechnung von politischen Konflikten und was entscheidet über die Dynamik bei dem deutsch-polnischen Versöhnungsprozess.

#Kreisau_liest #Kreisau_empfiehlt

(…) Wie definiert man Versöhnung? Beteiligte des deutsch-polnischen Versöhnungsprozesses unternehmen selten den Versuch einer Definition. Się gehen von einem als allgemein bekannt vorausgesetzten Verständnis von Versöhnung aus. Ihre Reflexion widmet sich vielmehr der Frage, was man konkret tun kann und soll, um Versöhnung zu erreichen.

Herzlich laden wir Sie zur Lektüre unserer subjektiven Presseschau ein. Die Artikel sind in den vergangenen Tagen erschienen und wir hoffen, dass sie für Sie interessant oder überraschend sind oder auch zu Diskussion und Widerspruch anregen.

Es geht nicht darum, mit allen versammelten Ansichten übereinzustimmen sondern darum, bewußt wahrzunehmen, wie die uns umgebende Wirklichkeit von anderen gesehen wird. Es lohnt sich, mehr als eine Perspektive zu kennen.

#Kreisau_liest #Kreisau_empfiehlt

(…) Es waren vor allem die in letzter Zeit nicht mehr sehr zahlreichen Anhänger eines europäischen Bundesstaats, die schon am Montagabend regelrecht euphorisch auf die Vorschläge der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron für einen europäischen „Wiederaufbau-Fonds“ nach der Corona-Krise reagiert haben. Der entscheidende Kernpunkt des Vorschlags, so argumentierte etwa der Berliner Ökonom Henrik Enderlein, bestehe in einem völlig neuen deutsch-französischen Konsens: dass nämlich die EU als Ganze eigene Schulden in großer Höhe aufnehmen solle. Das politische Signal aus Berlin laute erstmals, so Enderlein weiter, „dass die EU mehr ist als eine Gruppe von Nationalstaaten und ihre eigene föderale Identität hat“.

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Diese Woche möchten wir Ihnen einen Text von Dr. Paweł Ukielski empfehlen, in welchem er sich damit auseinander setzt, welchen Einfluß auf die Erinnerung an den Krieg die Tatsache hat, dass der deutsche Widerstand gegen den Nationalsozialismus eine Erfahrung kleiner Eliten war, während es in Polen zwar nicht im eigentlichen Sinne einen Widerstand der Massen gab, er aber seinen Ausdruck in staatlichen Strukturen fand, die sich eindeutig für den Kampf mit dem Okkupanten aussprachen.

#Kreisau_liest #Kreisau_empfiehlt

(…) In diesem Fall liegt das Problem in der grundsätzlichen Unterscheidung zwischen Individuum und Gemeinschaft sowie im gegenseitigen Verhältnis. Unter den Deutschen gab es heroische Individuen, die sich dem durch Völkermord gekennzeichneten Totalitarismus widersetzten. Jedoch haben die Deutschen als eine politische Gemeinschaft in dieser Zeit die Prüfung nicht bestanden. Es wurde eine Staatsmaschinerie geschaffen – die Emanation des politischen Willens einer Nation, der auf Völkermord, die Vernichtung von Dutzenden von Millionen von Menschen, eingestellt war, eine Maschinerie der Gesellschaftstechnologie in nie zuvor gesehenem Ausmaß.

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