
Das Gedenkstättentreffen in Kreisau richtet sich an Museen und Gedenkstätten in Europa und der Welt. Es dient dem Austausch von Expert*innen und Multiplikator*innen zum Thema. Sie befördert die Vernetzung der Institutionen und Einrichtungen untereinander und hat das Ziel die Zusammenarbeit zu stärken.
Die Tagung fragt gezielt nach den Debatten, die mit der Einrichtung von Denkmalen einhergehen. Wie werden Diktaturerfahrungen in Denkmälern ausgedrückt und inwiefern werden Nationalsozialismus und Kommunismus dabei voneinander differenziert oder gemeinsam gedacht und erinnert? Was änderte sich nach den Zäsuren 1945 oder 1989? Welchen Veränderungen unterliegen Gedenkzeichen, die den Opfern von Gewalt gewidmet sind? Welche Rolle spielt das Thema Opferkonkurrenz? Welche Rolle spielt das Thema Aufarbeitung von Verbrechenskomplexen und Transitional Justice bei der Einrichtung von Gedenkorten? Welche Trends sind bei den Gedenkzeichen zu erkennen, die sich vermeintlichen oder tatsächlichen Helden widmen? Welche Rolle spielt das Thema Geschlechtergeschichte bei Gedenkzeichen damals und heute? Und welchem Wandel unterliegt die Formensprache von Gedenkzeichen? Schließlich fragt die Tagung danach, was Gedenkzeichen und Erinnerungsorte für die Herausbildung einer demokratischen Erinnerungskultur leisten können?
Weiterlesen: 21. Gedenkstättentreffen in Kreisau/Krzyżowa, Spaces of Memory 3. – 6. April 2024

Das Ost-West-Europäische Gedenkstättentreffen in Krzyżowa/Kreisau richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Erinnerungsorten, Museen, Gedenkstätten, Bildungszentren, Menschenrechtsorganisationen oder Zeitzeugenprojekten. Anliegen des Gedenkstättentreffens ist das Kennenlernen sowie der Austausch von Wissen und Erfahrung. Vom 29. März bis 1. April 2023 hat es zum 20. Mal in Kreisau stattgefunden.
Einen ausführlichen Konferenzbericht können Sie auf dieser Seite als pdf herunterladen.
20. Gedenkstättentreffen Kreisau Tagungsbericht 2023.pdf
Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens stand Aufstand, Protest und Widerstand – Debatten in Ost- und Westeuropa in der Nachkriegs- und postkommunistischen Zeit und die Erinnerung daran in Museen und Gedenkstätten. Referent*innen waren unter anderem Dr. habil. Magdalena Saryusz-Wolska (Deutsches Historisches Institut Warschau), Prof. Dr. Claudia Weber (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)), Prof. em. Dr. Peter Steinbach (Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin), Dr. Raphael Utz (Deutsches Historisches Museum, Berlin), Dr. Martyna Gradzka-Rejak (Biuro Badań Historycznych IPN oraz Muzeum Getta Warszawskiego, Warszawa), Irmgard Zündorf (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam), Nataliia Ivchyk (NGO Mnemonic, Ukraine), Vytautas Jurkus i Vytautas Petrikenas (9th Fort Kaunas, Litauen) und Dr. Andrea Genest (Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.
Am Freitag, dem 24. November 2023, startet um 14:01 Uhr eine aufregende Reise im Bahnhof Berlin-Lichtenberg. "Breslauer Nachbarn - Sąsiedzi Wrocławia. Zu Gast im Kulturzug: Kreisau-Krzyżowa gościem Pociągu do Kultury."
Die Idee eines deutsch-polnischen Kulturzugs, der nun schon im achten Jahr die Städte Berlin und Kreisau verbindet, gefällt uns gut und die Gestaltung des Programms gibt uns eine Gelegenheit, Kreisau mit allem wofür es steht anderen Menschen näher zu bringen und auch darauf hinzuweisen, dass Kreisau gut mit dem Zug erreichbar ist.
Weiterlesen: Kreisau / Krzyżowa im Kulturzug von Berlin nach Kreisau
.png)
Das Berghaus ist das Herz der Kreisauer Erinnerungs- und Bildungsarbeit. In dem ehemaligen Wohnhaus von Helmuth James und Freya von Moltke trafen sich während des Zweiten Weltkriegs die Mitglieder des Kreisauer Kreises zu ihren Tagungen. Nach der Wende wurde das Haus grundsaniert und 1998 als Gedenkstätte und Wohnhaus eingeweiht. Seit einigen Jahren leidet das Gebäude allerdings unter Feuchtigkeit und Wettereinflüssen. 2022 wurde mit der technischen Dokumentation begonnen, die die Grundlage für die auf mehrere Jahre angelegte Sanierung bildet.
Noch 2023 wird mit den Außenbauarbeiten begonnen: Die Fundamente sollen trockengelegt und isoliert sowie das Dach und die Fassade erneuert werden. Darüber hinaus ist auch eine Erneuerung des Bildungsbereichs geplant. Ab Juli gibt es für Besucher*innen daher Einschränkungen in der Zugänglichkeit des Berghauses. Die Arbeiten an den Innenräumen sollen in den kommenden Jahren folgen. Darüber hinaus ist die Neugestaltung des umliegenden Gartens geplant. Die große Aufgabe für Kreisau ist nun die Sicherstellung der notwendigen Finanzierung. Die Anschubfinanzierung sagten die Willy Robert Pitzer Stiftung, die Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung und die Georg Zinner Stiftung bereits zu. Die Freya von Moltke-Stiftung für das Neue Kreisau richtete eigens für dieses Projekt ein Spendenkonto ein. Die Stiftung lädt jede*n dazu ein, sich an diesem wichtigen Vorhaben zu beteiligen.