
Was geschieht, wenn junge Menschen aus Polen, Deutschland und der Ukraine in Krzyżowa zusammenkommen? Grenzen verlieren an Bedeutung, Verständnis entsteht. Unser neuester Film nimmt Euch mit auf eine Reise voller Energie, Emotionen und authentischer Begegnungen, die die Zukunft Europas mitgestalten.
Das Projekt TRIYOU ist ein Raum, in dem Dialog und Respekt die Grundlage gemeinsamen Handelns bilden. In Krzyżowa zeigen wir, dass der Aufbau eines friedlichen Europas mit einem Gespräch am Lagerfeuer, einem gemeinsamen Tanz oder der Arbeit in einem künstlerischen Workshop beginnen kann.
In Krzyżowa wird Geschichte lebendig, Themen aus Schulbüchern werden zu offenen Diskussionen. Gemeinsam setzen wir uns mit schwierigen Kapiteln der europäischen Geschichte auseinander und besuchen Orte der Erinnerung. Gleichzeitig schaffen wir durch den direkten Dialog unter Jugendlichen ein zeitgemäßes Fundament für Solidarität und ein gemeinsames Verständnis der Herausforderungen, vor denen Europa heute steht. Diese Erfahrung ermöglicht es jungen Menschen, ihre eigene Identität bewusster wahrzunehmen und zu verstehen, was es bedeutet, Verantwortung für unsere gemeinsame Zukunft zu übernehmen.
Weiterlesen: Mehr als ein Austausch - ein Film über die Kraft des Jugenddialogs in Krzyżowa
Viel Reflexion zu Geschichte, Politik und Gesellschaft standen im Zentrum des Austausches zwischen der Leinetalschule in Hannover und dem XIII Lyzeum aus Wrocław, an dem vom 26.01. bis 30.01. 50 Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Kreisau war dabei die erste Station einer gemeinsamen Fahrt, die die deutsch-polnische Gruppe auch nach Auschwitz und Breslau führte.

...unter dem Motto „Mit dem Wissen der Vergangenheit die Zukunft gestalten”
Und wieder Grüßt die Begegnung Krzepice-Marl-Dnipro! Die Auflage von 2026 fand vom 26. bis 30. Januar in Kreisau statt und verkörpert die Partnerschaft zwischen die Willy-Brandt-Gesamtschule in Marl, der Schulkomplex in Krzepice (Zespół Szkół w Krzepicach) und die ukrainische Schule "Steam" aus Dnipro.
Die fünftägige Begegnung bot dieses Jahr 40 Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren die Möglichkeit, sich kennenzulernen, sich mit geschichtlichen Fragen des II. Weltkrieges auseineinander zu setzen und dabei auch ihren kulturellen und sprachlichen Horizont zu erweitern. Während der Begegnung wurde den Teilnehmenden nicht nur die Geschichte der internationalen Begegnungsstätte näher gebracht, sie wurden auch zur Zusammenarbeit bei der Bewältigung verschiedener Aufgaben und Gestaltung von Postern in gemischten internationalen Gruppen ermutigt. Die aus der Begegnung des Vorjahrs gesammelte Erfahrung führte dazu, dass am Donnerstagnachmittag erneut ein Wahlprogramm vorgeschlagen wurde. Dieses sorgte für Abwechslung im Programm und gab den Teilnehmenden die Möglichkeit, nach ihren Interessen zu entscheiden. Es gab die künstlerische Aktivität Taschenbemalungen und die Sportaktivität Volleyball.
Die Schüler*innen besuchten gemeinsam die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Groß Rosen, und konnten somit die Lebensbedingungen der Opfer des nationalsozialistischen Lagersystems nachvollziehen und die Zusammenhänge mit der Geschichte des Schlosses Książ/Furstenstein und des darunter liegenden Tunnelkomplexes "Riese" verstehen.

Der deutsch-polnische Gesprächskreis der Kopernikus-Gruppe traf sich am 3. Dezember 2025 zu einer digitalen Sitzung. Das vorliegende Arbeitspapier „‚Es lohnt sich, anständig zu sein.‘ Die ‚humanitäre Geste‘ jetzt!“ fasst die gemeinsamen Überlegungen des Kreises zusammen. Prof. Dr. Peter Oliver Loew; Dr. hab. Robert Żurek; Darmstadt, Krzyżowa 16.12.2025
Arbeitspapier XXXVI der Kopernikus-Gruppe
„Es lohnt sich, anständig zu sein.“
Die „humanitäre Geste“ jetzt!
Die deutsch-polnischen Regierungskonsultationen fanden am 1. Dezember 2025 zum 17. Mal statt. Die Tatsache, dass sie stattfanden, ist generell erfreulich. Die gemeinsamen Bekenntnisse zu einer „tiefgreifenden und vertrauensvollen Partnerschaft“, gerade im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, sind zu begrüßen.
Leider gab es hinsichtlich der seit mehreren Jahren diskutierten „humanitären Geste“ für die letzten, maximal 50.000 noch lebenden Kriegsopfer in Polen immer noch keine Lösung. Die gemeinsame Erklärung beider Regierungen hält lediglich fest, dass die Bundesregierung „Möglichkeiten prüfen“ werde, weitere Unterstützungen zu leisten. In der Pressekonferenz der beiden Regierungschefs wurde Donald Tusk deutlich und versuchte, sein deutsches Gegenüber zu einer Lösung zu drängen: „Falls wir in dieser Frage keine eindeutige und schnelle Entscheidung bekommen, werde ich im kommenden Jahr in Erwägung ziehen dafür selbst aus eigenen Mitteln aufzukommen“.